newsbezeichnung

Porsche steigt bei KS Alutech ein und sichert deutsche Zulieferketten

28. September 2026

Porsche erwirbt 50 Prozent an KS Alutech und will Technologie in Deutschland erhalten

Der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche hat sich mit Wirkung zum 1. September an der KS Alutech GmbH beteiligt und hält nun die Hälfte der Geschäftsanteile. Die EU Kommission erteilte den Einstieg bereits in diesem Sommer die Genehmigung. Damit ersetzt Porsche den zuvor beteiligten chinesischen Zulieferer Hasco.

Das Gemeinschaftsunternehmen, das seinen Sitz in Neckarsulm hat, firmiert jetzt unter KS AluTech GmbH. Rheinmetall bleibt als weiterer Gesellschafter mit 50 Prozent beteiligt. Zum Kaufpreis haben die Partner Stillschweigen vereinbart.

Produktionsnetzwerk und Produktpalette bleiben zivil

Die KS Alutech Gruppe umfasst nach Unternehmensangaben Standorte in Neckarsulm, Walldürn und Langenhagen und beschäftigt rund 1000 Mitarbeiter. Das Unternehmen fertigt hochkomplexe Aluminiumgussbauteile in Druckguss, Niederdruckguss und Sandguss. Zu den Produkten zählen Zylinderkurbelgehäuse, Strukturbauteile, Getriebekomponenten und Teile für Elektroantriebe. Ergänzt werden die Leistungen durch Fertigbearbeitung, Oberflächenbeschichtung und Montage.

Rheinmetall betont, dass die Gruppe ausschließlich im zivilen Markt tätig ist und vom Verkauf bestimmter ziviler Geschäftsteile an Dritte nicht betroffen sei. Diese KS Alutech Gruppe verbleibe mittelfristig im Konzern.

Porsche begründet Einstieg mit Sicherung der Lieferkette und Standortschutz

Ein Porsche Sprecher erklärte, mit dem Einstieg wolle das Unternehmen einen Beitrag zum Erhalt innovativer Technologien am Standort Deutschland leisten und gleichzeitig die eigene Lieferkette absichern. Für Porsche kommt die Beteiligung zu einer Phase, in der der Konzern seine Strategie schärft und sich wieder stärker auf das Kerngeschäft konzentriert.

In den letzten Monaten hatte Porsche mehrere Beteiligungen abgewickelt und Geschäftsbereiche verkauft oder geschlossen. Vor dem Hintergrund dieser Umstrukturierungen betont das Management, dass die Kooperation mit KS Alutech gezielt Kompetenzen in der metallurgischen Fertigung ergänzt, die für Antriebs- und Strukturkomponenten von Bedeutung sind.

Ausblick und Bedeutung

Die Transaktion stärkt die Position deutscher Zuliefernetzwerke in einem Markt, der von internationaler Verflechtung geprägt ist. Für die Region Heilbronn und die Beschäftigten in Neckarsulm sowie an den weiteren Standorten bedeutet der Einstieg ein Signal der Stabilität und der technologischen Investition.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: stuttgarter-nachrichten.de
[C43171]
[C43142]
Copyright © 2000 - 2026 | 1A Infosysteme GmbH | Content by: 1a-sites-jobs 11.10.2026