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Vorstandstermin bei VW setzt vorsichtigen Optimismus im Motorenwerk um

31. August 2026

Vorstandstermin schafft vorläufige Zuversicht unter Beschäftigten

Chemnitz – Nach Wochen der Unsicherheit löste der Besuch des Technikvorstands im VW-Motorenwerk spürbar Erleichterung aus. Mitarbeiter und Betriebsrat berichten von einer positiven Stimmung, auch wenn verbindliche Zusagen für den Standort weiterhin ausstehen.

Technikkonzernvorstand Thomas Schmall stellte sich bei einer außerordentlichen Betriebsversammlung den Fragen der Beschäftigten und würdigte die Leistung des Werks. Nach Angaben von VW Sachsen sind Finanzkennzahlen, Produktionszahlen und Auslastung in Chemnitz derzeit gut, die Auftragsbücher gefüllt. Diese Bewertung trug maßgeblich zur spürbaren Entspannung in der Halle bei.

Betriebsratschef Olaf Glöckner beschrieb die Atmosphäre als ermutigend. Viele Kolleginnen und Kollegen hätten sich gewünscht, dass Verantwortungsträger aus der Konzernspitze vor Ort sind. Der persönliche Austausch habe den Beschäftigten neuen Rückhalt vermittelt, sagte Glöckner gegenüber der lokalen Presse.

Auch der Chemnitzer Oberbürgermeister Sven Schulze nahm an der Versammlung teil und unterstrich die Bedeutung des Standorts für die Region. Das Werk beschäftigt rund 1 800 Menschen und liefert Motoren und Komponenten an weitere Produktionsstätten des Konzerns.

Konkrete Entscheidungen stehen jedoch noch aus: Schmall konnte im Hinblick auf bevorstehende Aufsichtsratssitzungen und Tarifverhandlungen keine verbindlichen Zusagen machen. Er dankte den Beschäftigten für ihr Engagement und hob die Stärken des Werks hervor, besonders bei der Produktion des Benzinmotors EA211, der nun auch als Hybridvariante angeboten wird.

Der Besuch ist Teil einer Werksrunde des VW-Vorstandes, die nach Ankündigung einschneidender Sparmaßnahmen der Konzernspitze begonnen hat. Vorstandsvorsitzender Oliver Blume hat einen verschärften Sparkurs angekündigt, was Spekulationen über Stellenkürzungen und Standorthaltungen ausgelöst hat. Nach Stationen in Wolfsburg, Emden und Zwickau stand auch Chemnitz im Fokus der Gespräche.

Für die Belegschaft bleibt die Lage angespannt, zugleich aber von neuer Hoffnung geprägt: Der Besuch aus der Konzernspitze stärkte das Vertrauen, dass die Belange des Standorts wahrgenommen werden. Ob sich diese Hoffnung in konkreten Entscheidungen niederschlägt, wird von den kommenden Verhandlungen und Gremiensitzungen abhängen.

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