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Gewinnrückgang zwingt Volkswagen zu drastischen Einschnitten

11. März 2026

Gewinnrückgang bedroht tausende Arbeitsplätze im Volkswagen-Konzern

Wolfsburg. Europas grösster Autobauer hat im Geschäftsjahr 2025 einen deutlichen Einbruch beim Ergebnis verzeichnet. Das Konzernergebnis nach Steuern schrumpfte um rund 44 Prozent von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen mit. Der Umsatz ging leicht um 0,8 Prozent auf knapp 322 Milliarden Euro zurück.

Besonders belastend wirkten sich Sondereffekte aus: Milliardenschwere Belastungen bei der Tochtermarke Porsche nach einer Strategieänderung hin zu verlängerten Verbrennungsmotoren sowie Abgaben durch US-Zölle lasteten auf dem Ergebnis. Im Jahresverlauf zeigte sich zudem, dass nach einem Verlust im dritten Quartal das Geschäft zum Jahresende wieder an Stabilität gewann.

Kernzahlen und Trends

  • Konzernergebnis nach Steuern 2025: 6,9 Milliarden Euro (minus 44 Prozent)
  • Umsatz 2025: knapp 322 Milliarden Euro (minus 0,8 Prozent)
  • Auslieferungen 2025: 8,98 Millionen Fahrzeuge (minus 0,5 Prozent)
  • Vollelektrische Fahrzeuge: 22 Prozent des Auftragsbestands, Absatzanstieg bei E-Autos um rund 55 Prozent

Der Konzern verzeichnete in Europa Zuwächse, konnte aber Rückgänge in China und Nordamerika nicht vollständig kompensieren. Angesichts der Lage kündigte Finanzvorstand Arno Antlitz an, die Kosten weiter konsequent zu senken.

Vor diesem Hintergrund plant die Unternehmensführung weitreichende Personalmaßnahmen in Deutschland: In einem Brief an Aktionäre machte Vorstandschef Oliver Blume deutlich, dass im gesamten VW-Konzern bis 2030 rund 50 000 Stellen in Deutschland wegfallen sollen. Bereits Ende 2024 hatten Unternehmen und Gewerkschaften einen Abbau von bis zu 35 000 Stellen bis 2030 vereinbart, vor allem bei der Kernmarke VW.

Die Ankündigung löste Besorgnis bei Beschäftigten, Betriebsräten und Kommunalpolitikern aus. Die Unternehmensführung begründete die Maßnahmen mit dem notwendigen Spardruck, um Investitionen in die Transformation Richtung Elektromobilität und neue Märkte abzusichern. Wie sich die Stellenkürzungen konkret auf Standorte und Beschäftigungsgruppen verteilen, soll in den kommenden Monaten verhandelt werden.

Analysten sehen in der Kombination aus Ergebnisbelastungen und geopolitischen Kostenfaktoren wie Zöllen den unmittelbaren Treiber für die verschärfte Sparstrategie. Für viele Beschäftigte bleibt die Aussicht auf Umstrukturierungen und regionale Folgen ein zentrales Thema.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: abendblatt.de

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