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Mercedes prüft Ende der 35-Stunden-Woche – Beschäftigte vor möglichen Einschnitten

28. Mai 2026

Mercedes erwägt Ausweitung der Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich

Berlin – Bei Mercedes wächst nach internen Hinweisen die Debatte um neue Sparmaßnahmen: Konzernkreise berichten, dass eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit um bis zu fünf Stunden ohne unmittelbaren Lohnausgleich geprüft werde. Hintergrund sind wachsende Wettbewerbs- und Kostendrucke sowie die milliardenschwere Transformation zur Elektromobilität.

Dem Management gehe es darum, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Standorte zu stärken und die Flexibilität der Produktion zu erhöhen. Betriebsräte und Gewerkschaften zeigten sich alarmiert: Ein schrittweiser Abbau etablierter Regelungen könne die Stimmung in der Belegschaft nachhaltig belasten und den Arbeitsfrieden gefährden.

Die 35-Stunden-Woche gilt in Teilen der deutschen Automobilindustrie als hart erkämpfter Standard. Eine Umgestaltung dieser Regelung würde nicht nur direkte Auswirkungen auf Löhne und Freizeit haben, sondern auch Signalwirkung für Zulieferer und andere Hersteller entfalten. Arbeitnehmervertreter warnen vor Vertrauensverlust und möglichen Protesten, sollte einseitig an Arbeitszeit und Vergütung geschraubt werden.

Mercedes betont, dass bislang keine Entscheidung gefallen sei und Gespräche mit Betriebsrat und Mitarbeitern anstünden. In den nächsten Wochen werden sowohl betriebliche Verhandlungen als auch Gespräche auf Branchenebene erwartet. Beobachter sehen die Entwicklung als Teil einer breiteren Debatte über Wettbewerbsfähigkeit, Investitionslasten und die soziale Absicherung von Beschäftigten in der Autoindustrie.

Wie die Diskussion ausgeht, bleibt offen. Klar ist nur, dass jede Veränderung der Arbeitszeitregelung weitreichende politische und gesellschaftliche Folgen haben dürfte und die Tariflandschaft in Deutschland erneut auf die Probe stellen würde.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: wiwo.de
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