newsbezeichnung

Porsche verschärft Sparkurs und kündigt 5000 weitere Stellenstreichungen an

29. Juli 2026

Porsche verschärft Sparprogramm und plant Abbau von 5000 weiteren Stellen

Stuttgart. Der Sportwagenbauer hat nach einer Betriebsversammlung im Stammwerk weitere Einschnitte angekündigt: Rund 5000 Beschäftigte sollen in den kommenden Jahren das Unternehmen verlassen. Zusammen mit den bereits zuvor beschlossenen Kürzungen steigt die Gesamtzahl der betroffenen Arbeitsplätze auf etwa 8900; in Tochterfirmen werden zusätzlich rund 500 Stellen wegfallen.

Das Unternehmen und der Betriebsrat betonten, der Abbau solle sozialverträglich gestaltet werden und vorwiegend über natürliche Fluktuation, Altersteilzeit und Aufhebungsverträge erfolgen. Die Verhandlungen zwischen Management und Arbeitnehmervertretung dauerten monatelang und mündeten in einem Paket, das beides verbinden soll: Kostensenkungen und Investitionen in die künftige Ausrichtung.

Als Ausgleich verlängerte Porsche die bestehende Standortgarantie bis 2035. Zugleich kündigte das Unternehmen Investitionen in Höhe von rund 2,1 Milliarden Euro in das Stammwerk Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum in Weissach an. Ob die Vereinbarungen in gleichem Umfang auf den Standort Leipzig angewendet werden, ist bislang offen.

Unternehmenschef Michael Leiters bezeichnete das Maßnahmenpaket als notwendige Grundlage für die strategische Neuausrichtung. «Mit dem Zukunftspaket schaffen wir den finanziellen Spielraum, um die Strategie Sportwagenschmiede 35 zu verankern», sagte er und verwies auf einen Kapitalmarkttag Anfang Oktober, auf dem entscheidende Modell- und Plattformentscheidungen getroffen werden sollen.

Betriebsrat und Management zeigten sich mit dem Kompromiss zufrieden, wiesen aber zugleich auf die hohe Belastung für die Beschäftigten hin. Arbeitnehmervertreter hoben hervor, dass die verlängerte Standortgarantie ein wichtiges Ergebnis sei, mahnten jedoch, die sozialen Folgen für die Belegschaft wirkungsvoll abzufedern.

Für die Mitarbeiter bedeutet das Paket Einschnitte und zugleich Zeit zur Neuorientierung. Konkrete Details zu Sozialplänen, Abfindungen und dem zeitlichen Ablauf der Maßnahmen sollen in den kommenden Wochen verhandelt und bekanntgegeben werden. Branchenbeobachter sehen in dem Vorgehen einen Präzedenzfall innerhalb des Konzerns und erwarten, dass ähnliche Sparprogramme andere Marken und Werke beeinflussen könnten.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: handelsblatt.com
Copyright © 2000 - 2026 | 1A Infosysteme GmbH | Content by: 1a-sites-jobs - Veröffentlichung: 30.07.2026  - C50902 - [Bildnachweis]