VW verschärft Sparkurs und plant Abbau von 50.000 Stellen bis 2030
Konzern schraubt Sparprogramm hoch und kündigt weitreichende Stellenstreichungen an
Wolfsburg — Volkswagen reagiert auf einen massiven Gewinneinbruch und kündigt umfassende Einschnitte an. Der Konzernbericht für das vergangene Jahr weist einen Rückgang des Konzernergebnisses nach Steuern um rund 44 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro aus. Das operative Ergebnis fiel auf 8,9 Milliarden Euro, ein Rückgang von 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr und das schlechteste Ergebnis seit 2016.
Vor diesem Hintergrund hat die Führung die bisher geplante Zahl von 35.000 zu streichenden Stellen deutlich nach oben korrigiert. Insgesamt sollen nun bis 2030 rund 50.000 Arbeitsplätze wegfallen. Konzernchef Oliver Blume kündigte an, man werde «jeden Stein umdrehen», um die Kostenbasis zu reduzieren und das Unternehmen neu auszurichten.
Als Treiber der Krise nennt Volkswagen mehrere Faktoren: die US-Zölle unter der Regierung Trump, die anhaltende Schwäche auf dem wichtigen chinesischen Markt, steigenden Wettbewerbsdruck sowie erhebliche Kosten durch Umbauten der Modellpalette. Hinzu kamen geopolitische Verwerfungen in der Golfregion, die die Lage zusätzlich verschärften. Auch der Kurswechsel bei Porsche belastete das Konzernergebnis.
Konsequenzen für Belegschaft und Region
Die Ankündigung löst Unsicherheit bei Beschäftigten und Zulieferern aus, besonders in traditionellen Produktionsstandorten wie Wolfsburg. Betriebsräte und Politik fordern nun transparente Gespräche und sozialverträgliche Lösungen bei der Umsetzung der Neubewertung. Volkswagen betont, dass die Ausgestaltung der Maßnahmen in Sondierungen mit Arbeitnehmervertretern und Aufsichtsbehörden erfolgen solle.
- Konzernergebnis nach Steuern: 6,9 Milliarden Euro, minus rund 44 Prozent
- Operatives Ergebnis: 8,9 Milliarden Euro, minus 53 Prozent
- Geplante Stellenstreichungen bis 2030: 50.000
Volkswagen steht vor einem tiefgreifenden Strukturwandel, in dem Kostenreduktion, geopolitische Risiken und die Umstellung auf neue Antriebstechnologien gleichzeitig bewältigt werden müssen. Die kommenden Monate dürften zeigen, wie tiefgreifend die Veränderungen sein werden und wie die Region auf den angekündigten Abbau reagieren kann.

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